Botswana, Namibia, Zambia - abenteuerliche Campingtour
On the Road again – mit jedem Kilometer wächst unsere Vorfreude auf eine Reise voller Abenteuer und neuer Eindrücke. Vor uns liegen wenig bekannte Regionen, die ihre Geheimnisse fernab ausgetretener Pfade bewahren. Wir sind bereit, uns von unerwarteten Begegnungen, endlosen Weiten und kleinen Wundern am Wegesrand verzaubern zu lassen.
Route
Tag 1 Maun
Wir fliegen mit Swiss nach Johannesburg wo wir uns sputen müssen, denn die Umsteigezeit für den Flug nach Maun ist knapp. Zum Glück kennen wir uns im Flughafen gut aus und kommen schnell durch die Sicherheitskontrolle. Mit South African Airways heben wir nach Maun ab. Hier erwartet uns ein Vertreter der Autovermietung und bringt uns zum Depot, wo wir unser Fahrzeug übernehmen und zur Unterkunft fahren. Abends treffen wir Freunden zum Nachtessen im Marc's Eatery. - wir sind nach dem Flug richtig hungrig. Wir erfahren, dass es heute eine Party mit Stehessen hat. Na gut, hauptsache etwas zu Essen. Typisch Schweizer lassen wir die erste Essensrunde an uns vorbei ziehen, ohne uns darauf zu stürzen und freuen uns auf die Zweite. - Leider vergebens. Es kommt nichts mehr. Hungrig und um eine Erfahrung reicher gehen wir schlafen.
Tag 2 Maun
Am Morgen besuchen wir einige Hotels und einen befreundeten Autovermieter. Nun müssen wir uns beeilen, denn das WM Rugbyfinale Südafrika – England startet. Mit Freunden tauchen wir in eine lebhafte Sportbar ein und feiern den grandiosen Triumph der Südafrikaner. - Wir haben nicht eine einzige Rund Bier und Cyder bestellt, aber trotzdem immer ein volles Glas. Wir lassen den Nachmittag daher etwas ruhiger angehen. Zum Glück haben wir ein Grossteil der Arbeit vorher erledigt, denn nun reicht die Zeit nur noch für einen kleinen Einkauf. Den Abend runden wir dann aber wirklich mit einem saftigen Steak im lauschigen Garten eines Restaurants ab.
Tag 3 Gcwihaba Caves
Wir kaufen die letzten Vorräte, verstauen alles im Wagen und tauchen ein in die Weite der Wildnis. Zunächst rollen wir rund 150 km über Teer, doch das Bild am Wegesrand trübt: verendete Tiere zeugen von grosser Dürre. Bis Sehtithwa auf der A3 kommen wir gut voran. Dann biegt die Route auf die A35 ab – eine holprige Strecke mit tiefen Löchern und ausgefransten Rändern. Nach 50 anstrengenden Kilometern erreichen wir endlich die Schotterpiste und gleiten in eine stille, wunderbare Einsamkeit.
Der Sand wird tiefer, die Erde roter, die Dünen der Kalahari prägen die Landschaft. Bei den Gcwihaba Hills vereinbaren wir mit einem Guide einen Termin für den nächsten Tag und geben ihm etwas Voltaren gegen seinen steifen Nacken – eine kleine Hilfe, wo es weit und breit keine Apotheke gibt.
Die Wegbeschreibung zum Campingplatz erweist sich als wenig hilfreich, und so übernachten wir schliesslich wild nahe dem Eingang der Höhlen. In der Nacht reisst uns ein lautes Pfeifen aus dem Schlaf, immer wieder, Stunde um Stunde. Am Morgen entdecken wir den Grund: Der zweite Kühlschrank kühlt nicht mehr, die dritte, solarbetriebene Batterie hat Aussetzer. Von nun an schalten wir nachts die ganze Steuerung ab.
Tag 4 Khaudum Nationalpark
Am Morgen erscheint unser Guide erneut, nun ohne Schmerzen – das Voltaren hat gewirkt. Mit frischem Elan steigen wir, nur mit Taschenlampen ausgerüstet, in die Tiefe der Höhle. Es fühlt sich völlig anders an als in den Cango Caves oder den Höllgrotten: kein fremdes Licht, nur wir, Sand, Fledermauskot, Tierknochen und Leopardenkot. Der Duft ist intensiv, eine Maske wäre ein Segen gewesen. Überall sehen wir Stalagmiten und Stalaktiten, sogar winzige, die erst vor gut hundert Jahren zu wachsen begannen.
Dann lässt uns der Guide die Lampen ausschalten – absolute Dunkelheit. Als wir die Taschenlampen zur Decke richten und einschalten, fliegt ein Schwarm von Fledermäusen über uns hinweg. Ein magischer Moment, doch nach einer Stunde sind wir froh, wieder frische Luft zu atmen.
Weiter geht es über tiefsandige Pfade Richtung Grenze. Bei Dobe stehen neue Häuser mit Klimaanlage, doch niemand hat sie offiziell eröffnet. Die Beamten sitzen bei 40 Grad unter einer zerrissenen Plane und füllen geduldig Formulare aus. In Namibia erhalten wir kein Road Permit – etwas, das uns später noch Zeit kosten wird. Weiter geht es nach Tsumkwe, wo wir auftanken. Ausser Benzin gibt es kaum etwas. Also fahren wir in der glühenden Hitze weiter zum Khaudum Nationalpark. Die Wellblechpiste lässt uns gut vorankommen und bald erreichen wir das neue Eingangstor mit seinen Tafeln. Eine Karte gibt es nicht, also fotografieren wir die Übersicht und zahlen den Eintritt. Man weist uns noch darauf hin, dass das Camp Sikereti im Süden nicht mehr betrieben wird, es wird in den nächsten Jahren neu aufgebaut werden.
Wir geniessen eine erste kleine Pirschfahrt und erreichen schliesslich den Campingplatz, der wirkt wie ein verlassenes Wildwest-Dorf: schiefe Türen, verfallene Waschhäuschen, kein Wasser. Dennoch machen wir Siesta und kneten einen Zopfteig für das Frühstück. Danach geht es erneut hinaus, entlang des trockenen Flusses. Wir sind allein unterwegs. An den Wasserstellen begegnen uns viele Elefanten, Antilopen und Spuren von Raubkatzen – ein stilles, wildes Paradies. - in der Zwischezeit ist Sikereti ein toller Ausgangsort für die Fahrten in den Khaudum. Mit einem tollen Restaurant, Pool, Jura-Kaffemaschine. Dazu gibt es 4 Stellplätze mit Dusche / WC und sogar einige Safarizelte.
Tag 5 Khaudum Nationalpark
Frühmorgens rollen wir durch den einsamen Park, begleitet von immer neuen Elefantenherden. Vor einem Wasserloch sammeln sich gleich mehrere Familien – ein beeindruckendes Bild, doch ein Weiterkommen ist unmöglich. Nach rund dreissig Minuten nehmen wir den Umweg und fahren über den oberen Pfad. Auch dort zeigt sich: Unten blockieren die grauen Riesen noch immer die Strecke.
Bevor wir weiterfahren, tief durch sandige Passagen bis in den Norden des Parks, geniessen wir an einem schönen Platz unseren Zopf vom Vortag. Die Khaudum Campsite erweist sich als kleine Oase: für jeden Platz Dusche, WC und reichlich Schatten. Den Nachmittag verbringen wir mit Waschen und Entspannen, und abends lassen wir den Tag im warmen Licht des Sonnenuntergangs über dem trockenen Flussbett ausklingen.
Tag 6 Caprivi Streifen - Bwabwata Nationalpark
Leider endet unser Abenteuer im Khaudum National Park schon wieder, obwohl wir liebend gerne noch eine Nacht anhängen würden. Wir gönnen uns eine letzte Pirschfahrt – und sie wird zu einem wahren Höhepunkt. Wir beobachten eine Hyäne, die an ihrem Bau gräbt, entdecken zwei mächtige Löwenmännchen und als Krönung ein Rudel Wildhunde, dem wir fasziniert eine Weile folgen.
Dann verlassen wir den Park und kämpfen uns durch die tiefsten Sandpassagen, die wir je gefahren sind. Die 50 Kilometer fordern uns richtig heraus. Umso wohltuender fühlt sich die Teerstrasse an, als wir sie endlich erreichen. Heute übernachten wir in der River Dance Lodge. Na ja, tolles Design, aber sonst nicht unsere erste Wahl. Der Staff war nicht ganz auf dem Niveau, wie wir es erwartet hätten und der Weg zu den Parkeingängen in der Nähe, ist schlicht zu weit.
Tag 7 Caprivi Streifen - Bwabwata Nationalpark
Heute steht Arbeit an. Wir besuchen verschiedene Lodges, Camps und Campingplätze, um unsere Gäste künftig noch besser nach ihren Wünschen unterbringen zu können. Seit unserem letzten Besuch in dieser Region hat sich erstaunlich viel getan.
Tag 8 Caprivi Streifen - Bwabwata Nationalpark
Wir haben nur eine kurze Strecke auf Teerstrasse vor uns und nutzen den Tag, um weitere Unterkünfte zu besichtigen. Nach dem Check-in in der Namushasha Lodge bringt man uns mit dem Boot zur River Villa. Da der Wasserstand so niedrig ist wie nie zuvor, liegt das Boot tiefer im Fluss, und von der unteren Terrasse blicken wir nur knapp über das Ufer. Von oben eröffnet sich jedoch ein wunderbarer Blick auf die weite Ebene.
Im Schlafzimmer herrscht grosse Hitze, darum sind wir dankbar für die Klimaanlage. Mit einem Gin Tonic und dem feinen Sprühnebel der oberen Terrasse geniessen wir einen traumhaften Sonnenuntergang. Zwei Pirschfahrten wären eingeschlossen, doch heute lassen wir es ruhig angehen und bleiben auf der Terrasse.
Von hier aus beobachten wir Büffel beim Überqueren des Flusses und sehen ein Rudel Wildhunde in elegantem Lauf über die Ebene ziehen – auf dem Weg zur Jagd. Danach kochen wir unser Abendessen.
Tag 9 Caprivi Streifen - Bwabwata Nationalpark
Nach dem frühen Frühstück werden wir zum Game Drive abgeholt und erkunden die wunderschöne Landschaft mit ihrem mäandernden Flusslauf. Beim «Horseshoe» machen wir Halt auf einer kleinen Plattform – ein Ort, an dem gegen Abend oft hunderte Elefanten zur Tränke ziehen.
Danach kehren wir zum Boot zurück, wo wir den Rest des Tages ungestört verbringen. Auch heute geniessen wir eine gemütliche Arm Chair-Safari, natürlich mit einem Gin Tonic in der Hand.
Tag 10 Mamili Nationalpark
Wir verlassen unser kleines Paradies, checken aus und fahren die kurze Strecke zum Livingstone’s Camp. Unterwegs besuchen wir noch einige Unterkünfte sowie den Mamili Nationalpark. Überall hören wir das Gleiche: Die Trockenheit ist enorm. Als wir beim Livingstone Camp ankommen und uns nach dem Manager erkunden, wird Andrea noch zur Begrüssung, von dessen Hund gebissen. Zum Glück sind die Auswirkungen nur halb so schlimm.
Am Abend lädt uns der Manager des Camps zu Pizza aus seinem eigenen Ofen ein. Vom zweiten Campingplatz stossen noch weitere Reisende dazu, und so verbringen wir gemeinsam einen heiteren, gemütlichen Abend.
Tag 11 Sioma Nationalpark
Wir starten früh, denn heute steht der Grenzübergang nach Zambia an – und das kann dauern. In Katima Mulilo nutzen wir die hervorragenden Einkaufsmöglichkeiten und versorgen uns für die nächsten Tage. Kilometer vor der Grenze stehen die Lastwagen bereits dicht an dicht. Man erzählt uns, dass sie rund eine Woche warten, bis sie hinüberdürfen.
Die Ausreise aus Namibia geht eigentlich rasch, doch uns fehlt ja das Road Permit. Nach einigem Hin und Her werden wir auf die Einreiseseite geschickt, wo wir das Permit kaufen – nur damit es sofort wieder ungültig gestempelt wird.
Kaum stellen wir das Auto an der sambischen Grenze ab, umringen uns Händler und bieten Kwacha an. Wir wollen jedoch zuerst klären, wie wieviel wir tatsächlich brauchen und ob wir nicht auch in USD zahlen können. In der Halle herrscht dichtes Gedränge. Die Grenzbeamten erklären uns geduldig, zu welchem Schalter wir als nächstes müssen. Einige Südafrikaner, die ebenfalls anstehen, verraten uns den aktuellen Kurs. Am Ende bleibt uns nichts anderes übrig, als draussen bei den Männern Geld zu wechseln – ein Bankomat ist hier weit und breit nicht zu finden.
Die Zollbeamten sind freundlich, und nach insgesamt zwölf verschiedenen Stationen dürfen wir endlich einreisen. Auf einer guten Teerstrasse geht es weiter. Eigentlich wollen wir in den Sioma Nationalpark, doch wir finden nirgendwo ein Hinweisschild. Also wagen wir eine Abzweigung und folgen tiefsandigen Pisten in Richtung Park. Einen Eingang finden wir zwar nicht, dafür eine traumhafte Lichtung – unser Platz für die Nacht.
Sioma Nationalpark
Tag 12 Ngonye Wasserfälle
Heute Morgen wecken uns Kuhglocken – fast wie beim Alpaufzug. Wir kriechen aus dem Zelt und sehen die Hirten, wie sie ihre Kühe auf die Weide treiben, ein idyllischer Start in den Tag. Danach geht es zurück auf die Hauptstrasse und weiter zu den Ngonye Wasserfällen. Ein Guide führt uns zu den schönsten Aussichtspunkten, doch auch hier fehlt viel Wasser, und das Wetter zeigt sich von seiner grauen Seite.
Auf dem Campingplatz gönnen wir uns einen gemütlichen Nachmittag. Kurz bevor wir mit dem Kochen beginnen wollen, bricht jedoch ein heftiges Gewitter los und sintflutartiger Regen macht alle Pläne zunichte. Umso dankbarer sind wir für das Restaurant des Camps, wo wir den Tag mit einem feinen Steak ausklingen lassen.
Tag 13 bei Mongu
Die ganze Nacht über hat es geregnet – zur Freude aller Einheimischen. Wir packen unsere nassen Sachen zusammen und fahren weiter. Die Strasse bis Mongu ist perfekt geteert, und eigentlich könnten wir problemlos bis zum Parkeingang weiterfahren. Doch wir möchten uns zuerst in der Umgebung von Mongu umsehen.
Überrascht entdecken wir einen modernen Supermarkt, in dem man wirklich alles bekommt. Wir füllen unsere Vorräte auf und suchen danach einen Campingplatz. Das erweist sich als schwierig: Viele Plätze sind stillgelegt oder liegen direkt an der Hauptstrasse. Also entschliessen wir uns spontan, zwanzig Kilometer ausserhalb einen Platz am See anzusteuern. Beim Ikithe Luxury Resort finden wir einen wunderschönen, aber verlassen wirkenden Campingplatz. Die Lodge ist geschlossen, alles steht still, doch wir dürfen für wenig Geld übernachten.
Es wirkt gespenstisch, ganz allein auf dem Platz. Die Toilettenspülung geht nur, wenn wir zuvor einen 5-Liter-Kanister Wasser aus dem See holen. Immerhin, so versichert man uns, gibt es hier weder Flusspferde noch Krokodile. Da wir etwas Zeit haben, backe ich noch Brot und einen Kuchen – für die kommenden Tage, in denen es keine Einkaufsmöglichkeiten geben wird.
Fähre in die Liuwa Plains
Tag 14 - 19 Liuwa Plains
Nach dem Frühstück fahren wir zurück nach Mongu. Die Strasse ist noch immer ruppig, doch bis zum Parkeingang von Liuwa Plains wird sie angenehm glatt, und so stehen wir schon früh vor der Verwaltung. Wir füllen Formulare aus, erhalten eine kleine Karte und ein paar Hinweise für unseren Aufenthalt. Vor dem Gebäude gibt es einen kleinen Markt. Wir kaufen die kleinste Wassermelone, die wir finden können – gut, dass wir zwei Kühlschränke haben, auch wenn einer weiterhin nicht richtig funktioniert.
Zuerst reduzieren wir den Reifendruck, dann geht es mit der Fähre über den Fluss. Weil dieser so wenig Wasser führt, müssen wir direkt danach eine steile, tiefsandige Düne hinauf – für unseren Wagen zum Glück kein Problem. Danach fahren wir in Richtung Parkmitte zu unserem Campingplatz, den wir für fünf Tage reserviert haben.
Zunächst wirkt die weite Ebene etwas eintönig, doch je länger wir bleiben, desto mehr zieht uns diese stille Unendlichkeit in ihren Bann. Ab Mitte November erreicht die zweitgrösste Gnu-Migration den Park. Immer wieder sehen wir kleine Familienverbände über die offenen Flächen ziehen, und während unserer Tage hier werden es spürbar mehr. Es ist vielleicht nicht so überwältigend wie in der Serengeti, dafür gehören diese Momente uns ganz allein.
Besonders faszinieren uns die vielen Hyänen. Auf beinahe jeder Ausfahrt begegnen wir einem Bau mit Jungen. Die Wächterin erkennt uns bald und hebt nur noch kurz den Kopf. Die Kleinen werden immer mutiger und kommen neugierig näher – wunderschön, ihnen beim Spielen zuzusehen. Auch unterwegs treffen wir oft auf Hyänen; alle wirken gross, gesund und erstaunlich entspannt.
Lange gab es hier nur eine einzige Löwin, Lady Liuwa. Inzwischen wurde ein Rudel erfolgreich ausgewildert, heute leben acht Löwen im Park. Wir durften sie mehrfach beobachten – einmal bei einer missglückten Jagd, ein anderes Mal bei einem warmherzigen «get together».
Eine Nacht verbringen wir im King Lewanika Camp. Die Zimmer sind grosszügig und die Lage an der Lagune eigentlich traumhaft – wären wir nicht mitten in der Trockenzeit, in der die Lagune komplett verschwunden ist. Die vier Zimmer bieten viel Privatsphäre und sind stilvoll eingerichtet. Unser Guide zeigt uns noch einige spannende Winkel des Parks, die wir später selbst wieder anfahren. So wächst uns diese stille, weite Landschaft mit jedem Tag ein Stück mehr ans Herz.
Liuwa Plains
Tag 19 Ngonye
Heute sind die spannenden fünf Tage im Park auch schon vorbei, und wir machen uns auf den Rückweg zur Fähre. Dort heisst es erst einmal warten, bis ihre Fracht ausgeladen wird. Ein Land Rover mit Anhänger versucht, die steile Düne hinaufzufahren, hat aber keine Chance. Zum Glück haben wir ein Abschleppband dabei – damit ziehen wir ihn mühelos den Hügel hinauf. Einmal mehr sind wir froh, einen Toyota Land Cruiser zu fahren. 😊
Danach geht es weiter nach Mongu, wo wir noch einen Reifen reparieren lassen, bevor wir zurück nach Sioma fahren. Zum Abendessen gönnen wir uns ein feines T-Bone Steak.
Tag 20 Katima Mulilo
Nun geht es zurück zur Grenze und wir sind gespannt, wie lange es dieses Mal dauern wird. Zu unserer Überraschung erkennt uns die Dame am Zoll sofort wieder. Sie stempelt alles im Nu ab, und wir dürfen direkt weiter nach Namibia fahren. Auch dort geht alles erstaunlich schnell, und schon sind wir zurück in Katimo Mulilo.
Bisher hatten wir grosses Glück mit dem Wetter – nur einmal hat es richtig geregnet. Ausgerechnet heute könnten wir es gar nicht gebrauchen, denn das ganze Auto muss aus- und aufgeräumt werden. Zum Glück hat jeder Campingplatz ein eigenes Dusch- und WC-Häuschen mit überdachter Terrasse. Zusammen mit unserem Sonnenschutz können wir dennoch alles ausladen, trocknen und wieder einräumen. So geniessen wir die letzte Nacht in unserem Camp.
Tag 21 Livingstone
Am Morgen schenken wir unsere restlichen Campingvorräte dem Putzmann des Platzes, der sich wie immer sehr über Essen und Getränke freut. Dann geht es weiter zur nächsten Grenze zurück nach Botswana. Die Einreise verläuft problemlos, und wir fahren nach Kasane, wo wir noch einige Unterkünfte besichtigen, einen feinen Burger geniessen und danach das Auto abgeben. Ein Fahrer bringt uns anschliessend zur Grenze nach Kazungula.
Die Brücke über den Zambezi sollte schon lange fertig sein – wir hoffen, dass sie bald eröffnet wird, denn sie wirkt deutlich weiter als früher. Die Ausreise aus Botswana geht schnell, und zum Glück darf uns der Fahrer noch bis zur Anlegestelle bringen. Es geht vorbei an endlosen Reihen wartender Lastwagen.
Unser Transfer wäre erst in etwa fünfzehn Minuten da, doch nun beginnt es auch noch zu regnen. Zum Glück haben wir noch ein paar Kwachas übrig und nehmen kurzerhand die nächste Fähre, informieren den Agenten und setzen über. Auf der anderen Seite werden wir bereits erwartet. Unser Führer kennt an der Grenze jeden, und dank unseres Double-Entry-Visums geht alles im Nu.
Nach etwa eineinhalb Stunden Fahrt erreichen wir die Tongabezi Lodge, wo wir herzlich begrüsst und zu unserem Zimmer begleitet werden.
Tag 22 Livingstone
Wir geniessen einen herrlich ruhigen Tag in der Lodge. Das Essen ist fantastisch, die Massage wohltuend, und auf der Bootstour gleiten wir sanft über den Fluss. Den Rest des Tages verbringen wir entspannt in unserer wunderschönen Suite – ein perfekter Abschluss unserer Reise.
Fazit
Für uns eine abenteuerliche Reise, mit absoluten Highlights. Jedoch teils nur für Afrika Abenteurer zu empfehlen. Alleine schon der Weg von Maun bis zum Caprivi Streifen ist eine wunderbare Herausforderung. Dann Richtung Norden durch Zambia, bis zum Liuwa National Park ist sehr lange und wir mussten jeweils spontan entscheiden, wo wir übernachten.
Der Luiuwa NP ist sicherlich einzigartig. Ein grosser Teil des Jahres unter Wasser und absolut eben, offenbart es seine Schönheit und Faszination, nicht schon am ersten Tag. Man sollte im Minimum 5 Tage einplanen. Wenn man täglich anfängt die riesigen Liuwa Hyänen zu beobachten und weiss wo sich die eine Löwenfamilie auf der Pfanne aufhält, zusätzlich noch die riesigen Gnu Herden gesehen hat, dann ist man dem Reiz der Liuwa Plains erliegen. Wirklich ein Geheimtipp, für Kunden welche die Einsamkeit suchen.